Eis-Zeit-Weg

Etwa 2,5 km Fußweg bis zur Letmather City oder ganz bequem per Bahn von der Dechenhöhle bis zum Letmather Bahnhof: Der Weg führt durch die Karstlandschaft des Lennetals zur neuen Lennepromenade und den Eiscafes in Letmathe.
1) Ausgangspunkt des Weges ist die Dechenhöhle, die im Eiszeitalter entstand, als das unterirdische Wasser aus Richtung Iserlohn kommend dem Lennetal zuströmte. Als die Lenne sich vor etwa 800.000 Jahren in den Untergrund eintiefte, entstand das steile Lennetal und der unterirdische Wasserstrom nahm Fahrt auf: Die Höhlen entstanden.
2) Grüner Bach und Hexenfelsen: Die Dechenhöhle liegt im Grünerbachtal. Der kleine Nebenfluß der Lenne verliert in trockenen Zeiten sein Wasser komplett in den karstigen Untergrund und strömt unterirdisch der Lenne zu. Bislang sind hier aber keine begehbaren Höhlen erforscht. Der Hexenfelsen erhebt sich direkt südlich und ist ein Naturfelsen im Naturschutzgebiet "Auf der Saat".
3) Die Lenne ist der größte Nebenfluss der Ruhr und entspringt am Kahlen Asten. Straßen, Eisenbahntrassen, Fabriken und Kalksteinbrüche haben das Landschaftsbild stark verändert. 1869 schon beklagte Johan Carl Fuhlrott dies und schrieb, dass vorher "die imposanten Felsmassen auf beiden Seiten des Flusses... in ansehnlicher Höhe über der Talsohle ganze Reihen portalähnlicher Höhlenmündungen zeigten". Heute ist am Lenneufer ein Dirtpark für Biker eingerichtet.
4) Pater-und-Nonne: Zwei der spektakulärsten Naturfelsen in Westfalen sind "Pater-und-Nonne": Der Sage nach wurden hier zwei abtrünnige Ordensleute von einem Bischof verflucht und zu Stein verwandelt, als sie ihn in der Lenne ertränkten. Das große Höhlenportal im Felsen ist der Eingang zur heute un- zugänglichen Grürmannshöhle. Hier wurden im 19. Jahrhundert zahlreiche Knochen eiszeitlicher Tiere ausgegraben.
5) In dem direkt an der Straße gelegenen, abgesperrten alten Steinbruch befindet sich eine etwa 100 m lange Höhle, die im 2. Weltkrieg bei Luftangriffen als "Bunker" diente. Die Letmather Bevölkerung hat etliche Höhlen und Stollen als Luftschutzräume genutzt.
6) Letmathe: Der 25.000 Einwohner zählende größte Stadtteil von Iserlohn kann auf eine 980jährige Geschichte zurückblicken. Seit 2016 lädt die Lennepromenade zum Verweilen am Fluss ein. Parallel verläuft die Hagener Straße mit vier Eisdielen und einigen Cafes sowie Shoppingmöglichkeiten.
7) Bahnhof Letmathe: Die Errichtung der Bahnstrecke Hagen-Siegen trug zum wirtschaftlichen Aufschwung im 19. Jahrhundert bei. Letmathe erhielt 1859 seinen Bahnhof am südlichen Lenneufer. Heute wird hier das Cafe-Bistro "Bahnsteig42" von den Iserlohner Werkstätten betrieben. Von hier aus ist man mit der Abellio-Bahn RB 91 oder RE 16 in vier Minuten zurück an der Dechenhöhle.
Den Flyer zum Eis-Zeit-Weg finden Sie hier als pdf.-Datei!
Der Flyer ist an der Kasse der Dechenhöhle kostenlos erhältlich.




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